Zum Hauptinhalt springen

Workshops

Die Workshops bestechen durch hohe Interaktion und Praxisbezug. Der Link zur aktuellen Situation des Unternehmens wird immer hergestellt.

Keynotes

Melanie Vogels Keynotes sind echte "VogelPerspektiven". Prägnant schildert sie das "Big Picture" und bietet direkt umsetzbare Lösungen.

Webinare

Ein Erlebnis mit hoher interner Reichweite: Inspiration2Go - die innovative Weiterbildungs-Flatrate, nominiert für den Award "Top 100 Leaders in Education".

VUCA: Struktur und Linearität als Ausgangspunkt für Chaos und blinden Aktionismus

(© Melanie Vogel) Viele Unternehmen, die ich berate und mit denen ich arbeite, suchen zurzeit nach sinnvollen und wirkmächtigen Zukunftsstrategien. „Fit for Future“ oder „Roadmap 2030“ heißen diese Strategien dann beispielhaft – und bleiben trotz der auffordernden Namensgebung doch meist wirkungslos.

Der Grund dafür ist relativ einfach und schnell erklärt: Unternehmen versuchen, Strategien linear am Reißbrett zu zeichnen, damit sie in die bestehenden ebenfalls linearen Unternehmenskonstrukte eingebunden werden können. Doch die Veränderungskräfte, die momentan auf jedes Unternehmen einwirken, liegen auf unterschiedlichen Zeitschienen. Während die Unternehmensentwicklung unmittelbar Sorgen bereitet und sofortige Lösungen erfordert, werden im Bereich Digitalisierung beispielsweise nur schrittweise Fortschritte erzielt.

Die lineare Reißbrettstrategie bietet zwar zunächst eine gewisse Sicherheit, weil die Führungskräfte und das Management ein Gefühl der Kontrolle über eine ansonsten ungewisse und bisweilen auch chaotische Zukunft erhalten – doch die reale Welt der Menschen und Märkte ist weder linear und planbar, sondern unordentlich und volatil.

Die tiefe Unsicherheit, in die uns die derzeitige VUCA-Welt stürzt, muss sich mit sinnhaften und sinnvollen Fragen beschäftigen, deren Antworten weder an ein festes Datum noch in einen linearen Zeitplan gepresst werden können:

  • Wie können wir zukünftig unternehmerisch tätig werden?
  • Was braucht es, um Erfolg zu haben?
  • Wie können wir wachsen – und womit?
  • Wir muss sich die Organisation weiterentwickeln, um den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu begegnen?

Die Beantwortung dieser Fragen braucht kreativen Entwicklungsspielraum und die Möglichkeit, der dynamischen Anpassung.

Meine Beobachtung ist jedoch, dass sich Führungsteams in den linearen Zukunftsstrategien verheddern, weil sie langfristige Risiken, auf die kreativ „on demand“ reagiert werden muss, mit starren, kurzfristigen Lösungen versuchen zu managen. So trifft lineares Denken auf dynamische Entwicklungen im Außen. Entropie ist die Folge und in ihrem Windschatten liegen blinder Aktionismus und der Zwang des permanenten, meist ohnmächtigen Reagierens. All das fühlt sich an, wie ein ständiger Wandel, der von außen aufgezwungen wird. Dauerhaft wird so die Unternehmensstruktur zermürbt, denn innovatives Zukunftsdenken ist in dieser unternehmerischen Zwangsjacke nicht möglich.

Das Futability®-Framework

Das von mir entwickelte „Futability®-Framework“ ermöglicht, aus der Zwangsjacke zu schlüpfen.

Zunächst ist es wichtig, den Kern der Veränderungsdynamik zu verstehen. Dieser liegt in den sogenannten Kondratjew-Zyklen verborgen – den langen Wellen der Konjunktur. Jeder auslaufende Kondratjew-Zyklus ist durch massive entropische Störungen in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen geprägt, wie wir sie zurzeit erleben. Diese entropischen Störungen lassen sich durch das Akronym VUCA erklären: Unsere Welt ist volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig. Deshalb ist es genau jetzt wichtig, Unsicherheiten zu akzeptieren und die Zukunftsvision des Unternehmens zu kalibrieren. „Humanismus 4.0“, Leitbild für eine kooperative Gesellschaft, bietet eine mögliche visionäre Leitplanke. Folgt man ihr, sind wahrhaftige Business-Evolutionen möglich. In der Empathyconomics®, dem von mir und meiner Kollegin Nadja Forster neu erdachten Wirtschaftssystem des 21. Jahrhunderts, lassen sich völlig ungenutzte Quellen der Zusammenarbeit und des unternehmerischen Wachstums erschließen.

Mit Hilfe des Futability®-Frameworks können Management und Führungskräfte starke Unternehmensvisionen formulieren und gleichzeitig offen bleiben für kurzfristige Strategien und Taktiken, die sich der langfristigen Vision immer wieder flexibel anpassen.

Das Ergebnis ist im Idealfall eine flexible Organisation, die in der Lage ist, ständig iterieren und auf externe Entwicklungen reagieren zu können, weil ihre Führungskräfte exponentiell denken und kontinuierlich inkrementelle Maßnahmen ergreifen, um die Zukunft zu gestalten.